Zeit ist kostbarer als Geld – Warum echte Begegnung zur wichtigsten Währung für Unternehmen wird
Unsere Branche wirkt von außen leicht.
Reisen. Events. Sonnenuntergänge. Applaus am letzten Abend.
Und dann gibt es auch die Realität: Excel-Listen. Haftungsfragen. Deadlines. Schlaflose Nächte.
Seit unseren Anfängen begleitet uns Hirschfeld.de als Partner. Sie vermitteln viele unserer Team-Offsites und Gruppenerlebnisse. Aber eigentlich sind sie mehr als das: Sie sind Ratgeber, Sparringspartner, Wegweiser.
Dieses Jahr feiern sie 25-jähriges Jubiläum. Ein Vierteljahrhundert in einer Branche, die mehrfach stillstand und sich immer wieder neu erfinden musste.
Wir haben mit Sacha Heide gesprochen, einem der beiden Geschäftsführer, der in Berlin lebt. Es wurde kein klassisches Interview. Eher ein Gespräch über Verantwortung, Marktveränderungen und die Frage, was gute Teamreisen heute wirklich leisten müssen.

Sascha Heide
Geschäftsführer von Hirschfeld & Heide GmbH
„Unternehmen wollen keine Kataloge mehr, sondern Orientierung.“
Dieser Satz fiel früh und er erklärt viel.
Früher ging es um Auswahl. Heute geht es um Einordnung. Unternehmen suchen keinen reinen Ideenkatalog mehr, sondern einen Organisationspartner, der ihre Ziele versteht, Risiken mitdenkt und Verantwortung übernimmt.
Am Ende zählen drei Dinge:
- Entlastung
- Verlässlichkeit
- Wirkung
Denn Zusammenarbeit ist nicht mehr selbstverständlich. Remote Work, Fachkräftemangel, hohe Belastung. Teams funktionieren nicht automatisch nur, weil sie eine gemeinsame E-Mail-Domain haben.
Eine Teamreise ersetzt kein Jahresziel. Aber sie schafft die emotionale Basis dafür.
Der Ort ist zweitrangig. Das Konzept nicht.
Deutschland ist weiterhin Spitzenreiter bei Firmenreisen. In Europa sind Österreich, Portugal, Italien oder Skandinavien gefragt – gut erreichbar, planungssicher. Und nach Jahren der Zurückhaltung wächst auch wieder der Mut zu Fernzielen wie Mauritius oder Südafrika.
Aber Sacha sagt etwas Entscheidendes: Nicht das Land entscheidet. Sondern das Konzept dahinter.
Eine gute Dramaturgie. Ein roter Faden. Ein Erlebnis, das sich nicht künstlich anfühlt.
„Viel hilft nicht viel.“
Einer der häufigsten Planungsfehler? Zu viel Programm.
Noch ein Act. Noch ein Referent. Noch ein Rahmenpunkt.
„Ein starkes Highlight pro Tag reicht oft völlig aus“, sagt Sascha.
Freiraum ist kein Leerlauf. Freiraum ist Wirkung. Denn genau dort entstehen die Gespräche, die später wirklich etwas verändern.
Sascha Heide im Interview mit Maren Faulnborn

Erfolg misst sich Wochen später
Nicht am Applaus. Nicht am Feedbackbogen. Sondern daran, was danach passiert.
Reden Teams anders miteinander? Bleiben Kontakte bestehen? Wird im Arbeitsalltag noch Bezug auf gemeinsame Erlebnisse genommen?
Nachhaltige Verbindung entsteht, wenn Menschen gemeinsam etwas schaffen, das sie allein nicht geschafft hätten, im Kontext ihrer Arbeit.
Auf Hirschfeld.de finden sich über 5.000 Ideen. Unterschiedlicher könnten sie kaum sein. Entscheidend ist nicht die Menge. Sondern dass sich ein Erlebnis echt anfühlt. Nicht erzwungen.
Verantwortung ist kein Trend
Nachhaltigkeit beginnt bei bewussten Entscheidungen: kürzere Anreisen, lokale Partner:innen, sinnvolle Programme statt Aktionismus.
Aber sie zeigt sich auch im Umgang mit Dienstleistern: transparente Anfragen, klare Entscheidungszeiträume, faire Zahlungsmodalitäten.
Erlebnis und Verantwortung schließen sich nicht aus. Sie bedingen sich.
Die unbequemen Wahrheiten
Was nervt Sascha? Die Annahme, Events seien „mal eben gemacht“. Qualität entsteht durch Erfahrung, durch Prozesse, durch Details, die niemand sieht.
Welche Eigenschaft braucht man heute?Entscheidungsstärke und Demut.
Was sollte man ablegen? Ego. Die Branche ist kein Laufsteg. Sie ist Verantwortung.
Und der größte Mythos? Dass alles glamourös ist. In Wahrheit ist es Detailarbeit mit wenig Fehlertoleranz.

Maren Faulnborn und Sascha Heide
Eine unbequeme Wahrheit für Gründerinnen und Gründer
Leidenschaft reicht nicht.
Die Branche verzeiht keine Fehler bei Organisation, Haftung und Finanzen. Wer wachsen will, muss Verantwortung mögen.
25 Jahre Unternehmertum
Gegründet 2001, durchlebt von 9/11 über die Lehman-Krise bis Corona.
Was Hirschfeld.de stark gemacht hat: Anpassungsfähigkeit. Skalierung und die Bereitschaft, Strukturen immer wieder neu zu denken.
Nicht jede Entscheidung war leicht. Große Projekte, hohe IT-Investitionen, klare Deadlines. Verantwortung endet nicht an der Bürotür.
Ein Learning zieht sich durch: Früher „Nein“ sagen. Nicht jede Chance ist eine gute.
Der größte Fehler? Zu lange an Projekten oder Personen festhalten. Klarheit ist fairer als Hoffnung.
Und dann ist da noch dieser weise Satz
Eine persönliche Geschichte erzählt Sacha am Ende:
Er wollte eine Reise aus Kostengründen absagen. Seine zwölfjährige Tochter sagte: „Geld kommt wieder, Zeit nicht.“
Sechs Wochen später saß die Familie im Flieger nach Florida.
Ein Satz, der Perspektiven verschiebt. Und der vielleicht mehr über sein Unternehmertum sagt als jede Strategiepräsentation.
Kurz und knackig
Was würde er heute nicht mehr tun? Alles selbst machen wollen.
Der beste Rat, den er je bekommen hat? Triff Entscheidungen so, dass du sie dir auch in fünf Jahren noch erklären kannst.
Ein Satz für ein Plakat für Reiseveranstalter und Eventplaner?
Erlebnis ohne Planung ist Glückssache.
Woran erkennt man einen wirklich guten Anbieter? Daran, dass alles für die Gäste leicht aussieht, obwohl es das nie ist.
25 Jahre Hirschfeld.de bedeuten Erfahrung, Krisenfestigkeit und eine klare Haltung.
Vielen Dank fürs mit uns unterwegs sein!
Anja Feßer
Anja ist die kreative Seele hinter vielen unserer Geschichten. Mit ihrem Gespür für Sprache, Emotion und Ästhetik bringt sie Wir unterwegs zum Leben – in Worten, Bildern und Ideen. Ihre Inspiration findet sie in der Natur, auf Reisen und durch die Kamera, die sie selten aus der Hand legt.




